Rhein-Neckar-Zeitung Regionalticker

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Aktualisiert: vor 6 Minuten 40 Sekunden

Warnstreiks an Unikliniken: In Heidelberg ist noch kein Ausstand geplant

vor 23 Minuten 20 Sekunden

Tübingen. (dpa-lsw) An den Universitätskliniken in Tübingen und Freiburg drohen Streiks: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten zur Niederlegung ihrer Arbeit aufgerufen. In Tübingen soll am Mittwoch, in Freiburg am Donnerstag gestreikt werden, wie aus einer Mitteilung von Verdi hervorgeht. Für Tübingen ist die Notversorgung sichergestellt. Die Klinikleitung ging am Dienstag zunächst juristisch gegen den Streik vor, konnte sich vor Gericht aber nicht durchsetzen.

An den beiden anderen baden-württembergischen Unikliniken in Ulm und Heidelberg sind zunächst keine Arbeitsausstände geplant. Verhandlungen von Verdi mit den vier Unikliniken zu Personal-Mindestbesetzungen waren ohne Ergebnis geblieben. Das Angebot der Arbeitgeber von durchschnittlich 25 Stellen pro Klinikum habe keine merkliche Verbesserung für die Arbeitnehmer bedeutet, so Verdi.

Der Geschäftsbereichsleiter Personal am Universitätsklinikum Tübingen, Christian Anton, teilte mit: «Wir haben nach wie vor begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Streiks und sehen darin die tarifvertragsrechtliche Friedenspflicht verletzt.» Die SPD Baden-Württemberg erklärte sich indes solidarisch mit den Beschäftigten. «Das ganze Pflegesystem ist völlig unterfinanziert und die Beschäftigten in der Pflege völlig überlastet. So kann es nicht weitergehen», sagte SPD-Generalsekretärin Luisa Boos. 

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Offener Vollzug in Baden-Württemberg: 2017 sind zehn Häftlinge geflüchtet

vor 1 Stunde 43 Minuten

Stuttgart. (dpa-lsw) Zehn Häftlinge sind im laufenden Jahr bereits aus dem offenen Vollzug der baden-württembergischen Justizvollzugsanstalten geflüchtet. Die Geflüchteten seien nicht gefährlich, die meisten stünden kurz vor der Entlassung, teilte ein Sprecher des Justizministeriums am Dienstag mit. Vier Häftlinge seien immer noch auf der Flucht. Erst am Dienstag wurde bekannt, dass zwei Geflüchtete aus dem offenen Vollzug bei Heilbronn wieder gefasst worden waren.

In den Vorjahren war die Zahl der geflüchteten Häftlinge aus dem offenen Vollzug ähnlich: 2016 gelang laut Justizministerium zwölf Häftlingen die Flucht, 2015 waren es acht, wovon jeweils einer nicht mehr von der Polizei aufgegriffen wurde.

Im Südwesten praktizieren laut Ministerium 14 von 17 Justizvollzugsanstalten für ausgesuchte Häftlinge offenen Vollzug. Im Gegensatz zum geschlossenen Vollzug sind dabei kaum Vorkehrungen gegen eine Flucht vorhanden. Die Gefangenen sollen im offenen Vollzug resozialisiert werden. Aus dem geschlossenen Vollzug können Häftlinge sehr viel seltener ausbrechen. Zuletzt gelang das je einem Häftling in den Jahren 2014, 2012 und 2007.

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Überfall mit Schusswechsel in Sandhofen: Angeklagten drohen 15 Jahre Haft

vor 2 Stunden 15 Minuten

Mannheim. (dpa-lsw) Im Prozess wegen eines Überfalls mit Schusswechsel im Sommer 2016 spricht das Landgericht Mannheim am Mittwoch das Urteil. Drei Angeklagten drohen wegen des Verdachts auf schwere räuberische Erpressung bis zu 15 Jahren Haft.

Die Tat in Sandhofen hatte überregional für Aufsehen gesorgt. Einer der Täter soll bei seiner Flucht von Anwohnern verfolgt worden sein und sich in einem Maisfeld versteckt haben. Dort kam es der Staatsanwaltschaft zufolge zu einem Schusswechsel mit der Polizei. Die Verteidigung äußerte im Prozess Zweifel an der Darstellung der Anklageseite.

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Sinsheim: Betrunkener Radler schlug mit der Faust zu

vor 3 Stunden 50 Minuten

Sinsheim. (pol/mare) Dieser Radler ging rabiat vor: Erst scherte er sich nicht um den Gegenverkehr, dann schlug er zu. Doch der Polizei ging er schnell ins Netz.

Aber von vorne: Ein 45-jähriger Autofahrer fuhr gegen 5.20 Uhr durch die Steinsfurter Straße, als ihm ein zunächst unbekannter Fahrradfahrer auf Höhe der Sparkasse ohne Licht inmitten der Fahrbahn entgegen kam. Nur durch Ausweichen auf die Gegenfahrbahn konnte der 45-Jährige eine Kollision mit dem Radler vermeiden.

Offenbar entwickelte sich daraufhin auf der Straße ein verbaler Disput der beiden Männer, worauf der Radler dem 45-Jährigen einen Faustschlag versetzte und sein Fahrrad gegen dessen Auto warf.

Anschließend fuhr der Radler in Richtung Reihen weiter. Eine sofort verständigte Streife erwischte den Radler, einen 47-jährigen Eppinger am Steinsfurter Bahnhof und nahm ihn vorläufig fest.

Eine erste Überprüfung ergaben fast 1,3 Promille. Eine Blutprobe war daraufhin fällig und er blieb zur Ausnüchterung noch bis in die Vormittagsstunden im Polizeigewahrsam. Wegen Trunkenheit im Verkehr, Körperverletzung und Sachbeschädigung wird nun gegen den 47-Jährigen ermittelt.

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Unfall bei BASF: Arbeiter durch Säure verätzt

vor 4 Stunden 7 Minuten

Ludwigshafen. (dpa-lrs) Ein Arbeiter ist am Dienstagmorgen bei einem Unfall in dem Ludwigshafener Chemieunternehmen BASF schwer verletzt worden. Bei Arbeiten an einem Behälter habe er durch ein Säuregemisch Verätzungen am Unterarm erlitten, teilte das Unternehmen mit.

Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Säuregemisch wird laut BASF bei der Chipherstellung in der Halbleiterindustrie eingesetzt. Es verursache schwere Verätzungen, bei Kontakt mit der Haut könne Lebensgefahr bestehen. 

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Nach Raub in Handschuhsheim: Polizei fasst 17-jährigen Täter

vor 4 Stunden 18 Minuten

Heidelberg-Handschuhsheim. (pol/mare) Der Überfall auf einen 20-Jährigen am Hans-Thoma-Platz am Samstagabend ist aufgeklärt. Die Polizei hat einen 17-jährigen Tatverdächtigen festgenommen, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim heißt.

Rückblick: Am Samstag gegen 23.25 Uhr wurde ein 20-Jähriger von einem zunächst Unbekannten überfallen, mit einem Messer nötigte der Dieb ihn, ihm sein Fahrrad zu geben. Am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr suchten Beamte des Polizeireviers Heidelberg-Nord wegen einer Ruhestörung erneut den Hans-Thoma-Platz auf.

Hierbei fiel den Beamten eine Person auf, welche der Beschreibung des unbekannten Täters entsprach. Hieraufhin wurde der 17-jährige Deutsche einer Kontrolle unterzogen. Unweit seiner Wohnanschrift wurde das tags zuvor geraubte Fahrrad gefunden und beschlagnahmt. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen.

Er wurde am 11. Dezember der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg geführt.

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Tote aus dem Neckar in Heilbronn: 39-Jährige ist ertrunken

vor 4 Stunden 25 Minuten

Heilbronn. (dpa-lsw) Nach dem Fund einer toten Frau im Neckar liegt das Obduktionsergebnis vor: Die 39-Jährige ist ertrunken. Es gibt keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Ob die Frau betrunken war, Medikamente oder Drogen genommen hatte, wird demnach noch untersucht. 

Die Polizei hatte die Leiche der 39 Jahre alten Frau am vergangenen Freitagmorgen im Neckar gefunden. Sie war in der Nacht von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet worden, ihr Auto stand am Neckarufer in Heilbronn. Nach einer Suchaktion mit Hubschrauber, Hunden und Booten fand man ihre Leiche.

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Raubüberfall in Ober-Abtsteinach: Polizei findet Fluchtauto

vor 4 Stunden 48 Minuten

Ober-Abtsteinach. (pol/mare) Die Kriminalpolizei an der Bergstraße kann nach dem Raub in einer Wohnung am letzten Dienstag in Ober-Abtsteinach einen ersten Erfolg vermelden. Das gesuchte Fluchtauto wurde mittlerweile aufgefunden. Ein Zeuge gab den Ermittlern den entscheidenden Hinweis.

Bei dem  silberfarbenen Kombi handelt es sich um einen Audi mit Düsseldorfer Zulassung, der in Birkenau abgestellt war. Die Ermittlungen haben weiter ergeben, dass der Kombi am 23. November in Wiesbaden gestohlen wurde. Ob mit dem Fahrzeug weitere Straftaten begangen worden sind, müssen die andauernden Ermittlungen zeigen.

Die Polizei fragt: Wo ist der Audi mit Düsseldorfer Kennzeichen noch aufgefallen? Wer weiß, welche Personen mit dem Kombi unterwegs waren? Zeugen melden sich unter Telefon 0 62 52 / 70 60.

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Heilbronn: Ausbrecher schnell geschnappt

vor 4 Stunden 52 Minuten

Heilbronn/Talheim. (pol/mare) Schneller Fahndungserfolg nach Ausbruch vom Hohrainhof: Beide Strafgefangenen, die am Sonntagabend aus der Außenstelle Hohrainhof der JVA Heilbronn bei Talheim geflüchtet waren, konnten am Dienstagnachmittag durch Beamte des Polizeipräsidiums Aalen in Crailsheim festgenommen werden.

Beide wurden wieder in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat wegen des Fluchtversuchs die Ermittlungen aufgenommen.

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Frankenthal: "Ich kann nicht mehr" – Emotionaler Auftakt in neuem Babymord-Prozess

vor 4 Stunden 57 Minuten

Von Jasper Rothfels, dpa

Frankenthal. (dpa/lrs) Der Großvater des kleinen Opfers wirkt erschöpft. Vor dem Landgericht Frankenthal hat er am Dienstag wieder den mutmaßlichen Mörder seiner Enkelin gesehen, jenen Mann, der das zwei Monate alte Mädchen aus dem zweiten Stock eines Hauses geworfen und damit getötet haben soll. Es ist der Vater des Kindes. Oft wird der Großvater gefragt, was er fühlt und wie es seiner Tochter, der Mutter des Babys, geht. Er hat sich geäußert, aber nun ist Schluss. «Ehrlich, ich kann nicht mehr», sagt der 49-Jährige. Sein weißes Sweatshirt ziert vorne das Foto des Säuglings. Auf der Rückseite steht: «Unser Engel Senna ist immer mit uns.»

Zum zweiten Mal hat am Dienstag der Prozess um Sennas Tod begonnen – und für die Angehörigen reißen damit alte Wunden anscheinend wieder auf. Das erste Verfahren gegen den Vater war nach zehn Monaten geplatzt, weil eine Richterin erkrankt ist. Während bei der Neuauflage manches wie ein Déjà-vu erscheint, wirkt der Angeklagte komplett anders als beim Prozessbeginn im November 2016. War der jungenhaft wirkende Mann damals – ebenso wie die Mutter des Kindes - in Tränen aufgelöst, so scheint der 34-Jährige nun gefasst, als er, völlig in Schwarz gekleidet, in den Gerichtssaal geführt wird. Mit einem Kuli notiert der Deutsche die zahlreichen Termine, die das Gericht bis August nächsten Jahres ansetzt.

Die Vorwürfe haben nichts von ihrer Wucht verloren. Am Abend des 13. Mai 2016 sei der Mann mit dem Baby, dessen Mutter, zwei Töchtern aus einer früheren Beziehung und einem Bekannten zu Hause in Frankenthal gewesen, trägt Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz vor. Wie in seiner vorherigen Beziehung sei er «extrem eifersüchtig» gewesen, was sich darin gezeigt habe, dass er der Frau vorgeworfen habe, sie verbringe zu viel Zeit mit dem Kind und dies nehme ihm die Frau weg. Grundlos habe er angenommen, die Lebensgefährtin betrüge ihn. Schließlich sei er in das Zimmer gegangen, in dem sie mit den Kindern schlief, habe ein Messer gegriffen und ihr mehrfach in Rücken und Schulter gestochen.

Ein vom Lärm alarmierter Bekannter habe der Frau helfen wollen, was ihm diverse Schnittwunden einbrachte. «Während der Auseinandersetzung hatte das Kind Senna zu schreien begonnen», so die Oberstaatsanwältin. Mit den Worten «Jetzt mache ich den Rest» habe der Angeklagte sein Kind aus der Wiege genommen, sei mit ihm auf den Balkon gegangen und habe es - «um sich an der Mutter zu rächen» und es zu töten - «in einer ausladenden Bewegung auf die Straße» geworfen. Das Baby starb an einem Schädel-Hirn-Trauma. Danach habe der Mann, der nun allein mit seinen älteren Töchtern in der Wohnung gewesen sei, diese als Druckmittel gegen die Polizei einsetzen wollen und einer Tochter zweimal in den Bauch gestochen. Schließlich stürmte die Polizei die Wohnung.

Bei alldem soll der 34-Jährige unter Kokaineinfluss gestanden haben. Der Vorsitzende Richter erteilt den rechtlichen Hinweis, es komme in Betracht, dass er im Zustand erheblich verminderter Steuerungsfähigkeit gehandelt habe.

Der Angeklagte erklärt erneut, dass er die Tochter mit eigenen Händen umgebracht und die andere eigenhändig verletzt habe, heißt es dann in einer Erklärung, die Anwalt Alexander Klein verliest. Er verzweifle an seiner Schuld gegenüber Frau und Töchtern. Die neue Verhandlung sei auch für ihn eine «enorme Belastung».

Klein weist aber auch darauf hin, dass der Mann vor der Ermittlungsrichterin bestritten habe, das Kind absichtlich vom Balkon geworfen zu haben. Er zweifelt erneut die Glaubwürdigkeit der Mutter an, deren Aussagen von Rachegelüsten und glühendem Belastungseifer getragen sein. Dabei sei ihre Aussage letztlich der «tragende Pfeiler» der Staatsanwaltschaft, das Mordmerkmal niedrige Beweggründe bei dem Mann anzunehmen. Er fordert, sich erneut mit der Frau und dem Bekannten zu befassen, deren Beziehung unklar geblieben sei. Der Bekannte seinerseits behaupte «wahrheitswidrig», der Vater habe das Kind vom Balkon geworfen.

Der Anwalt der Frau, Frank Peter, sagt, der Vorwurf der Rachegelüste werde immer diskutiert, wenn sich Nebenkläger an einem Verfahren beteiligten. Dabei sei es einfach der Wunsch, dass der Täter verurteilt werde. Zum Thema Glaubwürdigkeit sagt er: «Ich sehe hier keine Lüge meiner Mandantin.» Der Frau selbst gehe es sehr schlecht. Sie ist nicht zum Auftakt gekommen. «Sie versucht zu leben und positiv zu denken», sagt ihre Schwägerin. Natürlich habe sie Hassgedanken, aber sie wolle diese von sich weghalten, um nicht auf der gleichen Stufe zu stehen wie der Angeklagte. 

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Hauptbahnhof Mannheim: Neue Chefin rettet 41-jährigen Italiener vor dem Gefängnis

vor 5 Stunden 11 Minuten

Mannheim. (pol/mare) Seine neue Arbeitsstelle hat ein 41 Jahre alter Mann aus Italien am Montagmorgen angetreten. Und zwar mit einem enormen Vorschuss - eine Bekannte zahlte nämlich eine Geldstrafe.

Aber von vorne: Der aus Italien stammende Mann traf am Morgen am Mannheimer Hauptbahnhof ein. Dort wurde er von Polizeibeamten kontrolliert. 

Und die fanden heraus: Gegen den 41-Jährigen lag ein Haftbefehl des Amtsgerichts Würzburg wegen Beleidigung vor. Er war zur Festnahme ausgeschrieben - und die vollstreckten die Ordnungshüter. Er hatte eine Geldstrafe von 1800 Euro, ersatzweise 60 Tagen Haft, zu leisten.

Da er die Strafe bisher nicht bezahlt hatte, wurde er seit wenigen Tagen mit einem Haftbefehl gesucht. Der Verhaftete konnte die geforderte Summe nun nicht aufbringen und verständigte telefonisch eine Bekannte, die zugleich seine künftige Arbeitgeberin ist.

Diese hatte ein Nachsehen und bezahlte die 1800 Euro. Der Mann konnte im Anschluss die Dienststelle verlassen und war sichtlich erleichtert. Dem neuen Job steht somit nichts mehr im Wege.

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Brand in Hardheim: Rasches Eingreifen verhinderte Schlimmeres

vor 6 Stunden 10 Minuten

Hardheim. (pol/rüb) Zahlreiche Hardheimer wurden in den frühen Morgenstunden des Dienstags vom Martinshorn der Feuerwehr geweckt, die gegen 2.50 Uhr gleich mit sechs Fahrzeugen ausrückte. Der Einsatz hat sich gelohnt: Durch ihr schnelles Eingreifen verhinderten die Floriansjünger, dass ein Gartenhausbrand in der Heinrich-Lübke-Straße auf das benachbarte Wohnhaus übergriff. Die genaue Schadenshöhe kann derzeit nicht beziffert werden, teilte die Polizei mit. Auch die Brandursache steht noch nicht fest: Die Ermittlungen dauern an.

Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, stand das Gartenhaus bereits im Vollbrand. Wie Gesamtkommandant Martin Kaiser im Gespräch mit der RNZ deutlich machte, drohte das Feuer, auf das sich in unmittelbarer Nähe befindliche Wohnhaus überzugreifen. Der Schutz des Wohnhauses habe deshalb oberste Priorität genossen. Der durch den starken Wind verursachte Funkenflug habe eine besondere Herausforderung dargestellt.

Die Feuerwehr baute deshalb als erste Einsatzmaßnahme eine Riegelstellung zwischen Wohnhaus und Gartenhaus auf; zunächst mit mehreren C-Rohren, anschließend mittels des Wenderohrs über den Drehleiterkorb.

Zur Sicherheit wurde einige Minuten nach dem Eintreffen ergänzend die Abteilung Schweinberg mit ihren Atemschutzgeräteträgern alarmiert. Damit wollte die Wehr für alle Eventualitäten gewappnet sein und ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort haben.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde das Feuer von zwei Seiten mit mehreren C-Rohren gelöscht. Später wurde das Gartenhaus unter Einsatz der Wärmebildkamera auf Feuernester überprüft. Durch die Riegelstellung konnte ein Übergreifen des Brandes verhindert werden, wenngleich durch den Wind und die Wärmestrahlung teilweise die Fenster des Wohnhauses etwas in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Im Einsatz waren insgesamt sechs Fahrzeuge mit 31 Kameraden der Feuerwehr aus Hardheim und Schweinberg sowie zwei Kräfte des örtlichen DRK (Helfer vor Ort) zur Absicherung der Einsatzkräfte. Gegen 5.30 Uhr war der Einsatz beendet.

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MVV Mannheim: Kühles Wetter sorgt für heiße Zahlen

vor 6 Stunden 15 Minuten

Mannheim. (dpa-lsw) Der Energieversorger MVV hat von kühlerem Winterwetter und dadurch höherem Heizbedarf profitiert. Der Überschuss des Mannheimer Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2017 (zum 30. September) unterm Strich um 9 Prozent auf 107 Millionen Euro. Herausgerechnet sind die Anteile anderer Firmen an gemeinsamen Unternehmen (Fremdanteile). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um 5 Prozent auf 224 Millionen Euro zu.

MVV habe in den vergangenen Jahren knapp drei Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Netze und Anlagen investiert, sagte Vorstandschef Georg Müller am Dienstag. Das Unternehmen ernte jetzt die Früchte. Der Umsatz betrug rund vier Milliarden Euro - ähnlich wie im Vorjahr.

Deutschlands einziger börsennotierter Kommunalversorger setze auch in den kommenden Jahren in den Ausbau der erneuerbaren Energien, sagte Müller. Zudem habe das Unternehmen nach seinen beiden bereits laufenden Kraftwerken in Plymouth und Ridham den Zuschlag für ein weiteres Projekt in Großbritannien erhalten: In der schottischen Stadt Dundee hat MVV Ende November eine Abfallverwertungsanlage übernommen. Mit Gesamtinvestitionen von 135 Millionen Euro wird dort ein Heizkraftwerk errichtet und von MVV 25 Jahre lang betrieben.

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Derby Hoffenheim gegen Stuttgart: Die Bilanz spricht für den VfB (Update)

vor 6 Stunden 22 Minuten

Zuzenhausen. (dpa-lsw/mare) Zum 17. Mal treffen 1899 Hoffenheim und der VfB Stuttgart an diesem Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga aufeinander. Beim Derby in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena geht es für das Team von Trainer Julian Nagelsmann darum, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. Die Schwaben dagegen hoffen auf ihren ersten Auswärtssieg.

Die bessere Bilanz mit sieben Siegen hat der VfB aufzuweisen, viermal gewann Hoffenheim. Die Kraichgauer treten voraussichtlich ohne Nationalstürmer Sandro Wagner an. Der 30-Jährige, der in der Winterpause zum FC Bayern wechseln will, hat Adduktorenbeschwerden.

Elf Zahlen zum Baden-Württemberg-Derby:

> 0 Tore gab es bei der Bundesliga-Premiere der beiden Landes-Rivalen 2008/2009 zwischen Hoffenheim und Stuttgart.

> 3 Tore gab es auf jeder Seite beim ersten Bundesliga-Derby zwischen Stuttgart und Hoffenheim in jener Saison. Alle drei Treffer für die Gäste erzielte Demba Ba. Für den VfB trafen Mario Gomez (2) und Cacau.

> 6 Profis von 1899 Hoffenheim aus dem aktuellen Kader spielten schon für den VfB: Nationalspieler Serge Gnabry, Ersatzkeeper Alexander Stolz, Ermin Bicakcic, Lukas Rupp und Adam Szalai.

> 7 Jahre hat der Stuttgarter Andreas Beck für die TSG gespielt.

> 11 Mal spielte Kapitän Christian Gentner im Trikot des VfB gegen Hoffenheim, erstmals vor zwölf Jahren im Pokalspiel.

> 16 Mal trafen die beiden Clubs bisher im Oberhaus aufeinander. Siebenmal gewann Stuttgart, viermal Hoffenheim und fünfmal gab es ein Unentschieden. Die Bilanz spricht also für die Landeshauptstädter.

> 34 Tore erzielten die Schwaben bisher im Derby, 27 Hoffenheim.

> 55 Kilometer liegen zwischen der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena und der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena

> 237 Bundesliga-Spiele hat der Stuttgarter Rückkehrer Andreas Beck für 1899 Hoffenheim bestritten. Damit steht nur Sejad Salihovic mit 249 Partien für die Kraichgauer vor ihm.

> 2005 gab es das erste Pflichtspiel-Derby: Im DFB-Pokal unterlag der damalige Regionalligist Hoffenheim den Schwaben nach Verlängerung mit 3:4.

> 3000 Stuttgarter Fans begleiten den VfB nach Sinsheim. Damit ist das komplette Gästekontingent ausgeschöpft.

Update: 12. Dezember 2017, 18.08 Uhr

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Adelsheim: Mit 2,94 Promille gegen die Mauer gefahren

vor 6 Stunden 26 Minuten

Adelsheim. (pol/mare) Vermutlich aufgrund ihres hohen Alkoholpegels fuhr in den Mittagsstunden des Montags eine 46-Jährige mit ihrem Opel Corsa in Adelsheim gegen eine Mauer. Durch den Aufprall wurde die Fahrerin leicht verletzt.

Der Schaden am Pkw wird auf 3000 Euro geschätzt. Da der Alkoholtest einen Wert von 2,94 Promille ergab, wurde eine Blutprobe angeordnet und der Führerschein einbehalten. Die Dame hat nun mit einer Strafanzeige und einem Entzug des Führerscheins zu rechnen.

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Heilbronn: Lastwagen-Fahrer schmuggelt 14 Kilo Tabak

vor 6 Stunden 33 Minuten

Heilbronn. (dpa-lsw) Knapp 14 Kilo Tabak hat ein Lastwagenfahrer durch Deutschland geschmuggelt und ist dabei vom Zoll erwischt worden. Der Fahrer musste 1000 Euro Tabaksteuer nachbezahlen und seine Fahrt ohne den Feinschnitt fortsetzen, wie das Hauptzollamt Heilbronn am Dienstag mitteilte.

Auf der Autobahn A 6 in Hohenlohe hatten die Beamten den bulgarischen Lastwagenfahrer angehalten und in seiner Fahrerkabine 45 Dosen mit 190 Gramm sowie 100 Päckchen mit 50 Gramm Feinschnitttabak - versteckt in diversen Fächern und Schubladen - gefunden. Der Tabak mit luxemburgischen Tabaksteuerzeichen hätte nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Deshalb leitete der Zoll ein Steuerstrafverfahren gegen den Fahrer ein und stellte den Tabak sicher. 

Bei bis zu einem Kilogramm Tabak wird eine private Verwendung nicht angezweifelt, wie der Zoll mitteilte. Beim vorliegenden Fall sei jedoch von gewerblichem Handeln auszugehen, hieß es weiter.

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Heidelberg-Kirchheim: Zwei Kinder von Auto erfasst und leicht verletzt

vor 6 Stunden 42 Minuten

Heidelberg-Kirchheim. (pol/mare) Zwei Kinder haben zwischen zwei geparkten Autos am Dienstagmorgen die Straße überquert. Dabei wurden sie von einem Skoda erwischt und leicht verletzt. Das Fahrzeug wahr wohl zu schnell.

Die beiden Kinder im Alter von 6 und 8 Jahren standen gegen 7.40 Uhr zunächst am Fahrbahnrand der Albert-Fritz-Straße nahe der Geschwister-Scholl-Schule zwischen zwei geparkten Autos. Nachdem sie ein Auto, das in Richtung Schwetzinger Straße fuhr, durchgelassen hatten, überquerten sie die Fahrbahn.

Dabei wurden sie von dem Skoda eines 33-jährigen Mannes erfasst, der in Richtung Pleikartsförster Straße unterwegs war. Die beiden Kinder erlitten leichte Verletzungen in Form von Prellungen an den Beinen. Sie wurden nach notärztlicher Erstversorgung in ein Krankenhaus eingeliefert, das sie nach ambulanter Behandlung jedoch wieder verlassen konnten.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Skoda-Fahrer seine Geschwindigkeit nicht den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Ein Alkoholtest bei ihm verlief ohne Befund. Gegen den Mann wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

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Mannheim: "Sonst büchsen die aus" (Update)

vor 6 Stunden 57 Minuten

Mannheim. (dpa/lsw) Im Ringen um den Umgang mit jugendlichen Straftätern aus Nordafrika drängt die Stadt Mannheim beim Innenministerium auf eine Lösung. "Wir haben mithilfe des Städtetags Baden-Württemberg geschaut, wie das in anderen Kommunen aussieht. Es gibt die Erfahrung an vielen Orten, zwar in unterschiedlicher Intensität, aber das Grundproblem ist präsent", sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Der Lösungsansatz für die Gruppe wäre eine geschlossene Einrichtung. "Sonst büchsen die aus", sagte er.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte Kurz Hilfe zu. "An Unterstützung der Polizei und des Innenministeriums bei Beseitigung der skandalösen Mannheimer Zustände wird es garantiert nicht fehlen." Das Sozialministerium habe seine volle Unterstützung für eine härtere Gangart. "Wir unterstützen, wo wir helfen können - zum Beispiel mit voller Rückendeckung für die Ausländerämter", meinte Strobl.

Mit seiner Position steht Kurz nicht allein. Auch der Bürgermeister des südbadischen Kur- und Touristenortes Badenweiler bei Freiburg, Karl-Eugen Engler (CDU), fordert den Innenminister zum Handeln auf. "Aktuell leben in Badenweiler drei bis vier Flüchtlinge, die sich in keiner Weise an das deutsche Recht beziehungsweise an die Hausordnungen halten", schrieb er im Oktober an Thomas Strobl (CDU).

Auch Kurz hatte das Ministerium in einem Brief zum Handeln aufgefordert. Seit 2015 falle eine Gruppe zumeist aus Marokko in Mannheim durch "hohe kriminelle Energie" auf. Die Bevölkerung nehme es als «Staatsversagen» wahr, wenn die meist strafunmündigen Täter - deren Identität zudem oft unklar sei - nicht zur Rechenschaft gezogen werden könnten, schrieb er an Strobl. Eine Antwort sei in Mannheim zu Wochenbeginn eingetroffen, sagte ein Sprecher der nordbadischen Stadt am Dienstag. Über den Inhalt war zunächst nichts bekannt.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, jede geschlossene Unterbringung eines Minderjährigen werde nur unter engen Voraussetzungen erteilt und bedürfe der Genehmigung des Familiengerichts. Zudem setzten Angebote der Jugendhilfe – auch solche, die eine geschlossene Unterbringung vorsähen – eine Mitwirkungsbereitschaft der betroffenen jungen Menschen voraus.

Kurz betonte, er erwarte Unterstützung. "Die erste Reaktion hat gezeigt, dass man sich einig ist in der Problembeschreibung. Aber das ist ja noch keine Antwort", meinte der Oberbürgermeister. Das Verhalten der etwa 10 von 215 jugendlichen Migranten könne gefährlich abfärben auf andere, die die Regeln einhalten. "Die sagen: Was ist hier eigentlich los? Diese Gesellschaft nimmt das offenbar hin."

Kurz wies Vorwürfe zurück, er liefere rechten Politikern Munition. «Es gibt sicher einen Bestätigungsreflex in den Gruppen, die sagen, es darf niemand mehr ins Land. Wichtiger ist aber die Reaktion von Menschen, die sagen: Gut, dass solche Probleme angesprochen werden», meinte der Politiker. Sein Brief belege, dass der Vorwurf von rechts, blind zu sein für Konflikte mit Migranten, unzutreffend sei.

Badenweilers Bürgermeister Engler nannte das Problem weiter ungelöst. Es komme durch jugendliche Straftäter aus Nordafrika etwa zu Diebstählen, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Helfer seien überfordert, die Gemeinde fühle sich vom Land im Stich gelassen.

Untergebracht sind die jungen Männer in Flüchtlingsunterkünften der knapp 4300 Einwohner zählenden Gemeinde. "Die jungen Männer, um die es geht, sind nicht an Integration interessiert", sagte Engler. Das Problem müsse stärker in den Blick der Flüchtlingspolitik rücken. "Sonst müssen wir das vor Ort ausbaden", meinte der Rathauschef.

Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg vom Deutschen Städte- und Gemeindebund sprach von einer «verheerenden Wirkung» der Lage. "Die Bürger sagen, wenn ich falsch parke oder zu schnell fahre, muss ich bezahlen - und da macht der Staat nichts. Insofern ist der Hilferuf schon verständlich", sagte er dem Deutschlandfunk.

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke forderte, der Rechtsstaat müsse Flüchtlingen, die die Werteordnung mit Füßen treten, konsequent Grenzen aufzeigen. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Uli Sckerl, sagte eine zügige Prüfung zu. "Es muss geprüft werden, welche Maßnahmen der Jugendhilfe angewendet werden können - bis hin zur verlässlichen Unterbringung in einem Heim", sagte er.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Boris Weirauch hat eine parlamentarische Anfrage eingebracht. Er möchte wissen, weshalb Strobl erst jetzt auf den Brief reagiert hat. "Hätte man diese Probleme in Stuttgart, wären sicher sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt worden", sagte er.

Update: 12. Dezember 2017, 18.48 Uhr

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Heidelberg: Falscher Polizist bringt 89-Jährigen um 1000 Euro und Schmuck

vor 7 Stunden 5 Minuten

Heidelberg. (dpa/lsw/pol) Als Polizist verkleidet hat ein Krimineller einen 89-Jährigen um 1000 Euro gebracht - und um den Schmuck der toten Ehefrau. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war der Rentner am Montag in Heidelberg dabei, das Hoftor zu öffnen, als ihn der vermeintliche Beamte ansprach und sagte, dass bei ihm eingebrochen worden sei. Der Senior ging daraufhin mit dem Mann in die Wohnung. Nachdem der 89-Jährige ihm verraten hatte, wo er seine Wertsachen aufbewahrte, nahm der Fremde unbemerkt Bargeld in Höhe von mehr als 1000 Euro und den Schmuck der verstorbenen Ehefrau des 89-Jährigen. Damit türmte er. Der Rentner rief seinen Sohn an, mit dem zusammen er den Diebstahl feststellte. Die Polizei sucht nun nach dem Dieb.

Der gesuchte Mann soll etwa 25 bis 28 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er soll kurze, dunkelblonde Haare sowie eine kräftige Statur haben. Er sprach akzentfreies Deutsch. Zur Tatzeit trug der falsche Polizist eine blaugraue Regenjacke und eine Jeanshose.

Hinweise gehen an das Polizeirevier Heidelberg-Nord, Telefon 06221 45690.

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Halloween-Krawalle in Walldorf: Keine Patentlösung gegen Vandalismus

vor 7 Stunden 50 Minuten

Walldorf. (rö) Die Krawalle in der Halloween-Nacht in Walldorf wirken nach: Auch wenn inzwischen gegen neun der Täter im Alter zwischen 16 und 19 Jahren, die Molotowcocktails gegen den Polizeiposten und die Sporthalle in der "Sozialen Mitte" geworfen hatten, Haftbefehle erlassen wurden, ist die Verunsicherung in der Bevölkerung nach wie vor groß. Das wurde am Montagabend auf einem Informationsabend zum Thema "Jugendlicher Vandalismus" deutlich, zu dem die Stadt in den Ratssaal eingeladen hatte. Der war nicht nur voll besetzt, es meldeten sich auch zahlreiche Bürger quer durch alle Altersschichten zu Wort. Klar wurde: Eine Patentlösung gibt es nicht. Bürgermeisterin Christiane Staab erklärte nach gut zwei Stunden: "Wir können nur alle zusammen probieren, dass es besser wird."

Während Stadtverwaltung und Vertreter der Polizei mögliche Maßnahmen aufzeigten, um die Situation in den Griff zu bekommen, machten die zahlreichen Wortmeldungen von Bürgern deutlich, dass der Gewaltausbruch an Halloween nur ein Teil des Problems ist. Berichtet wurden unter anderem von Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie Sachbeschädigungen. Deutlich wurde jedoch auch, dass nicht pauschal "die Jugendlichen" das Problem sind, sondern es sich um eine Gruppe von 30, maximal 40 Personen handelt, die negativ auffällt, darunter auch Jugendliche aus Nachbargemeinden.

Bürgermeisterin Staab sprach von einem "Bündel von Maßnahmen", zu dem auch der weitere Ausbau der mobilen Jugendarbeit und des Vollzugsdiensts gehören soll, eventuell zudem der neuerliche Versuch, den Jugendlichen einen Platz oder Raum anzubieten. "Der Abend hat mich sehr enttäuscht", war das alles einer Bürgerin zu wenig konkret. "Wir haben einen begrenzten Handlungsspielraum", entgegnete die Bürgermeisterin. Und: "Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass die Situation besser wird." Trotzdem müsse man es probieren.

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